Ein Scheibentrockner ist ein hocheffizientes und energiesparendes konduktives Durchlauftrocknungsgerät. Die Ausrüstung umfasst hauptsächlich ein Gehäuse, einen Rahmen, große und kleine hohle Heizscheiben, eine Hauptwelle, Rechenarme und -blätter, einen Zubringer, eine Entladevorrichtung, ein Reduzierstück und einen Motor. Die folgenden Beispiele veranschaulichen die
Einsatzgebiete von Scheibentrocknern: I. Trocknung giftiger und leicht entweichender Materialien
Umweltschutz ist eine der grundlegenden nationalen Politiken. In der chemischen und verwandten Industrie kommt es häufig vor, dass die getrockneten Materialien giftige Substanzen enthalten oder extrem feine Partikelgrößen aufweisen, die mit dem Abgas entweichen. Ohne entsprechende Maßnahmen wird die Umwelt belastet und die Gesundheit der Betreiber geschädigt. Damit sich Scheibentrockner für die Trocknung giftiger, schädlicher und umweltschädlicher sowie leicht entweichender Materialien eignen, kann die Grundkonfiguration eines geschlossenen Scheibentrockners um einen Beutelfilter, ein Saugzuggebläse und eine Lamellenheizung erweitert werden. Dadurch werden Spuren von extrem feinen Materialien, die im Abgas enthalten sind, erfasst, wodurch die Umwelt geschont, die Gesundheit der Bediener geschützt und Produktverluste reduziert werden. II. Trocknen von Materialien, die eine Feuchtigkeitsrückgewinnung erfordern
In der Produktion stoßen Trocknungsvorgänge häufig auf Materialien, deren Feuchtigkeit nicht aus Wasser, sondern aus Lösungsmitteln wie Methanol, Ethanol, Benzin, Pyridin, Petrolether, halogenierten Alkanen, Aceton und Formaldehyd besteht. Die beim Trocknen entstehende Feuchtigkeit ist brennbar, explosiv oder giftig; Eine direkte Freisetzung in die Atmosphäre ist gefährlich und inakzeptabel. Einige Lösungsmittel sind teuer, sodass die direkte Einleitung unwirtschaftlich ist. In solchen Fällen muss die Feuchtigkeit zurückgewonnen werden. Basierend auf der Grundkonfiguration eines kontinuierlichen Scheibentrockners vom geschlossenen Typ können dem Materialeinlass und -auslass kontinuierliche Verriegelungsvorrichtungen hinzugefügt werden, um einen Betriebszustand mit leichtem Unterdruck innerhalb des Trockners aufrechtzuerhalten. Ein Kondensator, ein Lösungsmittelrückgewinnungstank und eine Vakuumpumpe sollten ebenfalls hinzugefügt werden. Während des Trocknungsprozesses gelangt die aus dem Material entweichende Feuchtigkeit (Lösungsmitteldampf) durch den Auslass oben am Trockner in den Kondensator. Unter dem Kühlmedium kondensiert es zu Lösungsmittelflüssigkeit und gelangt in den Lösungsmittelrückgewinnungstank. Anschließend werden nicht kondensierbare Gase abgesaugt und von der Vakuumpumpe über den Auslass oben am Lösungsmittelrückgewinnungstank abgelassen. III. Trocknen von Materialien, die einen Stickstoffschutz erfordern
Beim Trocknen von Materialien, die leicht oxidieren, hochgiftig oder besonders brennbar und explosiv sind, muss während des Trocknungsprozesses Inertgas in den Trockner eingeleitet werden, um Sicherheit und Produktqualität zu gewährleisten. In diesem Fall sind zusätzlich zur Grundkonfiguration eines kontinuierlichen Scheibentrockners mit geschlossenem Kreislauf Zusatzgeräte wie ein Lösungsmittelkondensator, ein Lösungsmittelaufnahmetank, ein Inertgaszirkulator, ein Inertgasnachfülltank und eine Rippenheizung erforderlich. Der Prozessablauf ist grundsätzlich derselbe wie beim kontinuierlichen Scheibentrockner mit Lösungsmittelrückgewinnung, mit der Ausnahme, dass das vom oberen Auslass des Lösungsmittelrückgewinnungstanks angesaugte Inertgas nach dem Durchlaufen des Zirkulators und der Rippenheizung wieder in den kontinuierlichen Scheibentrockner eingespeist wird und so einen
geschlossenen Kreislauf des Inertgases bildet. IV. Trocknen pastöser und hochviskoser Materialien
Aufgrund der inhärenten Eigenschaften von Scheibendurchlauftrocknern eignen sie sich zum Trocknen von körnigen Materialien, nicht jedoch zum Trocknen von pastösen oder hochviskosen Materialien. In solchen Fällen bleibt das Material leicht an den Rechenblättern und Trocknungsscheiben hängen, was den Trocknungsvorgang erschwert. In der Produktionspraxis hat sich jedoch herausgestellt, dass einige Materialien ab einem bestimmten Feuchtigkeitsgehalt klebrig werden, bei Absenkung des Feuchtigkeitsgehalts auf einen bestimmten Prozentsatz jedoch weniger klebrig werden. Dies legt die Möglichkeit nahe, Maßnahmen zu ergreifen, um den Feuchtigkeitsgehalt pastöser, filterkuchenartiger und hochviskoser Materialien vor dem Eintritt in den Scheibendurchlauftrockner zu reduzieren. Dies würde den Anwendungsbereich des Scheibendurchlauftrockners erweitern und eine neue Methode zur Trocknung pastöser und hochviskoser Materialien bereitstellen. Daher muss der ursprüngliche allgemeine Dosierer durch einen speziellen Dosierer ersetzt werden, der für pastöse und filterkuchenartige Materialien geeignet ist. Gleichzeitig muss ein Mischer hinzugefügt werden, um das pastöse Material mit dem getrockneten Material zu einem lockeren Material mit geringerem Feuchtigkeitsgehalt zu vermischen. Um dies zu erreichen, wird die Austragsöffnung des Scheiben-Durchlauftrockners in zwei geändert: eine für die direkte Verpackung der Fertigprodukte und die andere für die Beförderung des Trockenmaterials zum Mischer über eine Förderschnecke und einen Becherwerk. Beim Anfahren muss eine bestimmte Menge Trockenmaterial mit dem pastösen Material vermischt werden, da zu diesem Zeitpunkt noch kein Trockenmaterial aus dem Trockner selbst ausgetragen wird. Nach dem Normalbetrieb wird kein zusätzliches Trocknungsmaterial benötigt.